Von der Idee zum Projekt -
Ein Leitfaden zur Umsetzung von Projekten
im BayernNetzNatur
(letzte Änderung des Seiteninhalts:  Oktober 2017)
Logo BayernnetzNatur
 
Leitfaden zur Umsetzung von Projekten im BayernNetzNatur (letzte Änderung: Juli 2009)

3.3 Zusammenarbeit mit anderen Fachbehörden und Institutionen

Entscheidend für das Gelingen eines Projektes ist die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – betroffenen Fachbehörden und Organisationen (Naturschutzbehörden, Bauern-, Jagd-, Waldbesitzerverband, Fischereiverbände etc.) sowie Privatpersonen. Dazu gehört die frühzeitige Information und die möglichst enge Einbindung in das Projekt.


Als geeignete Instrumente für die Abwicklung größerer Umsetzungsprojekte haben sich bewährt:


"Arbeitskreis Umsetzung" oder projektbegleitende Arbeitsgruppe:


Diese Arbeitsgruppe besteht in der Regel aus Vertretern aller beteiligten Behörden, Verbände und Kommunen. Sie dient der Information über den Projektverlauf und geplante Maßnahmen wie der Koordinierung und Abstimmung von Maßnahmen. Projektbegleitende Arbeitsgruppen treffen sich in der Regel ein- bis viermal im Jahr.


Projektsteuergruppe:


Die Projektsteuergruppe ist das Entscheidungsgremium, in dem häufig Vertreter des Projektträgers, der unteren Naturschutzbehörde und ggf. höheren Naturschutzbehörde und der Projektbetreuer vertreten sind. Sie sollte möglichst straff organisiert und mit klaren Entscheidungsbefugnissen versehen sein. Je nach Projektfortschritt empfehlen sich vier bis acht Sitzungen pro Jahr.


Zur Terminfindung stehen praktische Webanwendungen wie „doodle“ oder der DFN-Terminplaner zur Verfügung.


Beispiele für die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbehörden und Organisationen gibt es im Anhang. Auch die vom StMUV herausgegebene Broschüre "BayernNetz Natur: 7 aus 325 – Ausgewählte Biotopverbundprojekte" sowie die Übersicht auf der NaturVielfaltBayern-Homepage geben vielfältige Hinweise und Beispiele für die Mitwirkung anderer Stellen.


In einigen Projekten (z.B. Große Laber, Vilstal) wurde inzwischen mehrfach erfolgreich ein Zielfindungsprozess („Landshuter Modell“) erprobt, der zwar einen höheren Zeitaufwand erfordert, aber den Vorteil hat, die Beteiligten auf ein gemeinsames Zielkonzept einzuschwören. Die eigentliche Umsetzungsarbeit wird dadurch deutlich erleichtert, da die in anderen Projekten immer wiederkehrenden Grundsatzdiskussionen während aller Projektphasen nicht mehr nötig sind: Dieser Zielfindungsprozess besteht im Wesentlichen aus drei Phasen:



  • Konkretisierung und flächenscharfe (räumliche) Festlegung der Zielzustände aus der Sicht der einzelnen Interessensgruppen

  • Überlagerung der Zielvorstellungen und daraus abgeleitet räumlich konkrete Identifikation der Konfliktbereiche

  • Entwicklung eines gemeinsamen Zielkonzeptes aller Akteure im Sinne eines bestmöglichen, für alle tragbaren Kompromisses.


Dieser Projektablauf hat den Vorteil, dass bereits zu Beginn der Konzepterstellung die sich gegenüberstehenden Interessensgruppen ihren Standpunkt und ihre Zielvorstellungen unbeeinflusst darlegen können. Ihre Positionen werden in diesem ersten Schritt wertfrei aufgenommen. Erst im zweiten Schritt werden durch die vorurteilslose Überlagerung der Zielvorstellungen durch den Planer die echten Zielkonflikte räumlich konkretisiert. In aller Regel stellen die potenziellen Konfliktparteien dann zunächst – aus ihrer Sicht überraschend – fest, dass die Konflikte weit weniger stark ausgeprägt sind, als zunächst vermutet. Die Zusammenführung der Bestands- und Konfliktanalyse und die Entwicklung erster Kompromissvorschläge durch den Planer ist eine wesentliche Basis für ein von allen Beteiligten getragenes Konzept, welches gemeinsam entwickelt wird.

 
 
Ansprechpartner der Projektgruppe BayernNetzNatur:
PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH ( Email Dr. Jens Sachteleben, Email Christine Simlacher, Email Nicole Bernhardt, Email Stefan Alsheimer), Email Jan Vancura),
StMUV Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ( Email  Dr. Rolf Helfrich)
Copyright © 2009 by PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH
powered by fast'n'easy CMS
 
Copyright © 2009 by PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH