Von der Idee zum Projekt -
Ein Leitfaden zur Umsetzung von Projekten
im BayernNetzNatur
(letzte Änderung des Seiteninhalts:  März 2017)
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Leitfaden zur Umsetzung von Projekten im BayernNetzNatur (letzte Änderung: Juli 2009)

4.1 Finanzierung der Planung

Tab. 2: Förderung von Planungsleistungen und Projektbetreuung

Programm Fördersatz wichtige Einschränkungen, Bemerkungen
Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien Höchstfördersatz 70 %; bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung (z. B. im Rahmen von BayernNetz Natur) können höhere Zuwendungen gewährt werden Ausgaben für die Vorbereitung und Begleitung von Maßnahmen können in fachlich begründeten Fällen gegen Einzelnachweis der Ausgaben als förderfähig anerkannt werden (s. 5.1 der  Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien).
Bayerischer Naturschutzfonds Fördersatz 50–90 % Bei Großprojekten sind i. d. R. max. 15 % der Gesamtprojektkosten für Planung und Personal förderfähig; die Erstellung der für die Antragstellung von Großprojekten notwendigen Rahmenkonzepte wird bei bewilligten Anträgen mit 75–85 % gefördert; im Rahmen von Mitteln aus der Glücksspirale stehen den Verbänden (DVL, BN, LBV) Gelder zur Verfügung, die sie in eigener Zuständigkeit verwalten und z. B. für die Erstellung von Konzepten, Kartierungen oder Erfolgskontrollen verwenden können (Fördersatz 80 %); die Finanzierung von Gebietsbetreuern, die durch den europäischen Sozialfonds der EU (ESF) kofinanziert werden, kann u. U. auch im Sinne einer Projektbetreuung genutzt werden (Fördersatz 80–90 %).
Programme der Wasserwirtschaftsverwaltung bis zu 75 % Die Erstellung eines Gewässerentwicklungsplanes an Gewässern III. Ordnung ist bis zum Mindestsatz der Zone II der Honorartafel zu § 49d (1) HOAI förderfähig.
Naturschutzgroßvorhaben (BMU) bis max. 90 % in Kombination mit Mitteln des Landes bzw. des Naturschutzfonds Innerhalb der ersten beiden Projektjahre ist ein detaillierter Pflege- und Entwicklungsplan zu erstellen und über den Zeitraum der Projektabwicklung laufend fortzuschreiben. (weitere Informationen)
Bundesförderprogramm Biologische Vielfalt (BMU)
75 % (-90 %) Projekt muss der Förderrichtlinie des BfN entsprechen; Projektlaufzeit max. 6 Jahre nach Bewilligung. (weitere Informationen)
E+E-Vorhaben max. 66 2/3 %, für Voruntersuchungen bis 100 % Hauptvorhaben (Koordination, Planung und Umsetzung) soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Voruntersuchungen sind gesondert zu beantragen.(weitere Informationen)
LIFE max. 60 %, in Ausnahmefällen 75 %, in Kombination mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds evtl. auch höherer Fördersatz möglich Vor Antragstellung müssen schon Planungsleistungen erbracht sein (keine nachträgliche Förderung möglich!), dafür steht die Projektgruppe BayernNetz Natur grundsätzlich zur Verfügung; zusätzliche Planungen und die Projektbetreuung im Rahmen des Projekts sind förderfähig. Die Förderperiode des Programms LIFE III ist Ende 2006 ausgelaufen. Im neuen Förderzeitraum (1.1.2007 bis 31.12.2013) gibt es das Nachfolgeprogramm LIFE+ (s. Verordnung). Informationen zu Antragsformularen und Fördermodalitäten am StMUV.
FinR-LE bis zu 75 %, max. 50.000 € je Konzept
für integrierte ländliche Entwicklungskonzepte, für Planungsleistungen in Flurneuordnungsverfahren, kann u. U. bis zu 90 bzw. 100 % angehoben werden. (Informationen des StMELF)
INTERREG V /LEADER bis zu 85 % in Einzelfällen durch Kofinanzierung z. B. mit den Landschaftspflegerichtlinien höher
 

Wie in Kap. 2 erläutert, ist eine fundierte Planung eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Umsetzungsprojekte. Je nach Art und Umfang des Projekts können dabei ganz erhebliche Planungskosten anfallen, deren Finanzierung die Träger oft vor erhebliche Probleme stellt.
Planungsleistungen in Umsetzungsprojekten werden in der Regel von Landschaftsplanern bzw. -architekten oder Biologen erbracht. Die Honorare orientieren sich an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bzw. den Empfehlungen zur aufwandsbezogenen Honorarermittlung der Vereinigung umweltwissenschaftlicher Berufsverbände (VUBD, s. Rechtsgutachten im Auftrag des BVDL) Durch Beschränkung des Untersuchungsrahmens in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden, z. B. auf Leitarten oder ausgewählte Strukturelemente, lassen sich die Kosten v. a. in den Leistungsphasen 1 und 2 senken. Zuarbeit aller Beteiligter und enge Abstimmung mit dem Planungsbüro können ebenfalls kostendämpfend wirken.
Seitens der Projektgruppe BayernNetz Natur wurden gute Erfahrungen mit der Übernahme von Planungsschritten durch Studenten im Rahmen von Diplomarbeiten o. ä. gemacht. Voraussetzung ist hier allerdings eine enge fachliche Abstimmung des Projektmanagers mit den Betreuern an den Hochschulen. Eine entsprechende Themenliste finden Sie auf der BayernNetz Natur-Homepage unter der Rubrik Diplomarbeiten. Projektträger und Behörden haben grundsätzlich die Möglichkeit, diese Liste zu ergänzen.
Die Förderprogramme zur Umsetzung von Maßnahmen beinhalten z. T. auch Fördermöglichkeiten für vorbereitende Leistungen. Angaben zu den Voraussetzungen, Einschränkungen und zur Höhe des jeweiligen Fördersatzes macht Tab. 2. Bezüglich weiterer Informationen zu den Förderprogrammen sei auf Kap. 4.3 verwiesen.

Für alle Fördermöglichkeiten gilt, dass die Planungskosten in einem angemessenen Verhältnis zu den Gesamtausgaben des Projekts stehen müssen.

 
 
Ansprechpartner der Projektgruppe BayernNetzNatur:
PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH ( Email Dr. Jens Sachteleben, Email Christine Simlacher, Email Nicole Bernhardt, Email Stefan Alsheimer), Email Jan Vancura),
StMUV Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ( Email  Dr. Rolf Helfrich)
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