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Ein Leitfaden zur Umsetzung von Projekten
im BayernNetzNatur
(letzte Änderung des Seiteninhalts:  Oktober 2017)
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Leitfaden zur Umsetzung von Projekten im BayernNetzNatur (letzte Änderung: Juli 2009)

4.3 Öffentliche Förderung von Maßnahmen

Für die Förderung von Maßnahmen im Sinne des Naturschutzes (inkl. Flächenankauf) stehen verschiedene Programme des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten, des Bundesumweltministeriums und der Europäischen Union zur Verfügung (Tab. 4, Tab. 5, Tab. 6, Tab. 7).
Teilweise werden diese Programme mit Mitteln der Kommunen ergänzt (Tab. 8). Einen Überblick über mögliche Zuwendungsempfänger dieser Programme gibt Tab. 3.
Die genannten Förderrichtlinien, Merkblätter etc. für die einzelnen Programme sind an geeigneter Stelle über Hyperlinks erreichbar, die einen direkten Zugriff über das Internet ermöglichen. Im folgenden soll daher nur auf wichtige Punkte der einzelnen Programme Bezug genommen werden. Tab. 4 gibt einen Überblick darüber, mit welchen Programmen die einzelnen Maßnahmen gefördert werden können.
Bei der Auswahl der Förderprogramme ist zu beachten, dass eine Doppelförderung von Maßnahmen nicht erlaubt ist. Dies bezieht sich z. B. auf die Programme VNP/EA und KULAP, von denen für eine Fläche grundsätzlich jeweils nur eines der Förderprogramme in Anspruch genommen werden kann. Das Problem ist jedoch vergleichsweise komplex, weshalb hier auf die zuständigen Landwirtschaftsämter bzw. die unteren Naturschutzbehörden verwiesen werden muss.
Die durch die EU kofinanzierten Programme (z. B. VNP, EA, LNPR, KULAP etc.) wurden im Rahmen der EU-Programmplanung für den Zeitraum 2016-2020 überarbeitet. Dabei haben sich für diese Programme z. T. erhebliche Änderungen ergeben.

 

Tab. 3: Mögliche Zuwendungsempfänger für verschiedene naturschutzrelevante Programme

1 = anerkannte Naturschutzverbände (Art. 42 BayNatSchG) und Verbände/Vereine, die sich satzungsgemäß der Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege verpflichtet haben, soweit sie Flächen selber bewirtschaften

2 = ausgenommen sind öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaften wie Landkreise und Gemeinden, die landwirtschaftliche Betriebe in Eigenregie führen

3 = kommunale Zweckverbände und Wasser- und Bodenverbände, Gewässerunterhalt und Maßnahmen zur natürlichen Entwicklung auch LPV

4 = theoretisch möglich, aber aufgrund des nötigen Finanzvolumens unwahrscheinlich

5 = nur für bestimmte Förderbereiche

6 = als Träger von bestehenden oder im Aufbau befindlichen Umweltstationen

7 = nur Landschaftspflegeverbände

8 = auch Zusammenschlüsse von Landwirten sowie sonstige Landbewirtschafter einschl. Teichbewirt-schafter und Jagdgenossenschaften, die mindestens 0,3 ha landwirtschaftlich genutzte bzw. nutzbare Fläche (einschl. Teichfläche) selbst bewirtschaften/pflegen

9 = sofern sie Eigentümer oder Besitzer (mit Einverständniserklärung des Eigentümers) der Flächen sind bzw. mit Durchführung von Maßnahmen beauftragt sind

10 = Bewirtschafter von Almen, Alpen oder Heimweiden (z.B. Eigentümer, Pächter, Berechtigte, Kooperationen, Genossenschaften)

LPV = Landschaftspflegeverband

-

Programm Zuwendungsempfänger
Landwirte sonstige natürliche Personen des Privatrechts Gebiets-körper-schaften LPV u. a. kommunale Vereinigungen Naturschutzverbände
Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP)
X2, 8 - X7 X1
Erschwernisausgleich (EA)
X2, 8 - - X7 X1
VNPWald X X X X9 X9
Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien (LNPR) X X X X X
Naturschutzgroßvorhaben (BMU) X4 X4 X X X
Bundesförderprogramm Biologische Vielfalt X4 X4 x x x
E+E-Vorhaben X4 X4 X X X
LIFE X4 X4 X X X
Bayerischer Naturschutzfonds X5 X5 X X X
Förderung von Umweltstationen - X6 X X X
RZWas
X3 - X X3 -
KULAP X - -   -
LEADER X X X X X
INTERREG V X X X X X
Verfahren der Ländlichen Entwicklung (inkl. Dorfentwicklungsprogramm X X X X X
Bayerisches Bergbauernprogramm (BBP)
X10 - - - -
 

Tab. 4: Maßnahmenbezogene Zusammenstellung der Fördermöglichkeiten für den Naturschutz

* wenn nicht anders angegeben: €/ha und Jahr

BBP = Bayerisches Bergbauernprogramm

BfN = Bundesamt für Naturschutz

BMU = Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

DorfR = Bayerisches Dorfentwicklungsprogramm

E+E = Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege

EFF = Richtlinien zur Förderung der Fischerei in Bayern gem. den gemeinschaftlichen Strukturmanahmen im Fischereisektor

FinR-LE = Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung

KULAP = Kulturlandschaftsprogramm

LIFE = Verordnung (EG) Nr. 614/2007

LNPR = Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien

LwFöG = Landwirtschaftsförderungsgesetz

NF = Förderrichtlinien des Bayerischen Naturschutzfonds

VNP = Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP/EA)

VNPWald = Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm Wald

WaldFÖP = Waldbauliches Förderprogramm

WWA = Wasserwirtschaftsamt

INTERREG V = Programm "Europäische Territoriale Zusammenarbeit"

GVE = Großvieheinheit

Maßnahmen Förderprogramm Fördersatz* wichtige Einschränken; Bemerkungen
Flächenankauf
Flächenankauf NF 50% Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (= 85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
LNPR 70 %

nur, wenn keine anderweitige Sicherung möglich ist;
Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich

Naturschutzvorhaben mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (inkl. Gewässerrandstreifenprogramm)
BMU
bis zu 90 % nur für vom BfN anerkannte Projekte in Kombination mit Mitteln des NF oder der Wasserwirtschaftsverwaltung
Bundesförderprogramm
Biologische Vielfalt des BMU
75 (- 90) %
nur für vom BfN anerkannte Projekte
s. Richtlinie
E+E

bis zu 66 2/3
(- 90) %

nur für vom BfN anerkannte Projekte; im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung (für juristische Personen des Privatrechts) ist theoretisch in Kombination mit staatlichen Programmen bzw. mit Mitteln des NF eine 90 %-ige Förderung denkbar
LIFE 60 % Umsetzung der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie nur für von der EU anerkannte Projekte (EU-Anteil); in Kombination mit Mitteln des NF höhere Förderung möglich (in aktuellen Projekten Anteil bis zu 25 %)
75 % Projekte, die auf Förderung prioritärer Arten und Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie bzw. der Vogelschutzrichtlinie abzielen

Artenhilfsprogramme

100 % Finanzierung über andere Programme, Staatsaufgabe, nur für wenige Arten (z. B. Weißstorch, Apollo), nur sehr begrenzte Mittel
FinR-LE bis zu 100 % für Mindererlöse im Rahmen des Landzwischenerwerbes oder für Landbereitstellung im Rahmen des Gewässerausbaues
DorfR bis zu 65 % bezogen auf die Wiederverwertungswert verringerten Kosten bei überwiegend ökologischer Zielsetzung
RZWas
100 % an Gewässern 1. + 2. Ordnung, Ankauf zugunsten des Freistaates Bayern
bis zu 75 %

an Gewässern 3. Ordnung: Förderung ist möglich, wenn die Flächen
- für die Maßnahmenumsetzung dauerhaft notwendig sind
- ins Eigentum einer Gebietskörperschaft übergehen
- nur zur Sicherung, Pflege und Entwicklung der Gewässer genutzt oder nach ökologischen Gesichtpunkten bewirtschaftet werden. Sowie eine entsprechende Dienstbarkeit zugunsten des Freistaats Bayern eingetragen wird.

Landschaftspflege
Renaturierung von Fließgewässern RZWas
100 % an Gewässern 1. + 2. Ordnung (Vorhabensträger Freistaat Bayern vertreten durch das WWA)

bis zu 75 %

an Gewässern 3. Ordnung im Rahmen eines ökologischen Ausbaus (Förderung kommunaler Vorhaben durch den Freistaat Bayern
DorfR bis zu 60 – 65 % Im Rahmen der Ökologie
FinR-LE bis zu 80 % Planung, Anlage und naturnahe Gestaltung von Gewässern 3. Ordnung sowie Vorflutgräben, Rückhaltebecken einschl. deren Unterhaltung bis zur Übergabe an die Unterhaltspflichtigen
NF   nur ausnahmsweise einsetzbar, wenn staatliche Förderprogramme nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (= 85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
Naturschutzvorhaben mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (inkl. Gewässerrandstreifenprogramm)
BMU
bis zu 90 % (Bundesanteil 65–75 %, Landesanteil 15–25 %) nur für vom BfN anerkannte Projekte in Kombination mit Mitteln des NF oder der Wasserwirtschaftsverwaltung
Bundesförderprogramm
Biologische Vielfalt des BMU
 75 (-90) %
 nur für vom BfN anerkannte Projekte
s. Richtlinie
E+E bis zu 66 2/3
(–90) %
nur für vom BfN anerkannte Projekte; im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung (für juristische Personen des Privatrechts) ist theoretisch in Kombination mit staat-lichen Programmen eine 90 %-ige Förderung denkbar
INTERREG V
  EU-Anteil
Tschechien bis zu 85 %
Österreich bis zu 75 %
Technische Einrichtungen zum Schutz und zur Entwicklung der Wasserfauna und -flora Europäischer Fischereifonds (EMFF) 60-100 % Nur in Verbindung mit Fischgewässern. Finanzierung der Sanierung von Zuchtanlagen, Abwehrmaßnahmen von Fressfeinden
Pflanzung und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Waldsaumgesellschaften LNPR 70 % Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich
100 % bei staatlichen Maßnahmen ohne Träger in Ausnahmefällen (NSGs, RL 1-Arten)
KULAP 270 €/ar nur für die Pflege von Hecken sowie Feldgehölzen mit max. 0,2 ha Größe; Vorraussetzung ist ein vom AELF erstelltes bzw. genehmigtes Pflegekonzept (s. Merkblatt)
80 % s. Programm B59: Förderung nur in den boden:ständig-Projektkulissen (s. Kulissen)
NF   nur einsetzbar, wenn staatliche Förderprogramme nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
FinR-LE bis zu 90 % im Rahmen der Landespflege
bis zu 100 % für Pflanzmaterial im Rahmen der Aktion "Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung"
Mittel der Jagdabgabe 90 %
(max. 500 € /1000 m²)
In Zusammenarbeit mit dem Inhaber des Jagdreviers und Zustimmung der Kreisgruppe; s. Antrag
DorfR bis zu 60 - 65 % im Rahmen der Ökologie
INTERREG V

EU-Anteil
Tschechien bis zu 85 %
Österreich bis zu 75 %
Sonstige Landschaftspflegearbeiten (Erstpflanzmaßnahmen außer Erst- und Wiederaufforstung, sonstige biotopersteinrichtende Maßnahmen)  LNPR 70 % Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich
100 % bei staatlichen Maßnahmen ohne Träger in Ausnahmefällen (NSGs, RL 1-Arten)
Artenhilfsprogramme 100 % Finanzierung über andere Programme, Staatsaufgabe, nur für wenige Arten (z. B. Weißstorch, Apollo), nur sehr begrenzte Mittel; seit 2007 keine Förderung im Staatswald mehr möglich (Ausnahme in fachlich begründeten Einzelfällen)
NF   nur einsetzbar, wenn staatliche Förder-programme nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
FinR-LE bis zu 100 % im Rahmen der Landespflege
DorfR bis zu 60 - 65 % im Rahmen der Ökologie
Naturschutzvorhaben mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (inkl. Gewässerrandstreifenprogramm)
BMU
bis zu 90 % (Bundesanteil
65–75 %,
Landesanteil 15–
25 %)
nur für vom BfN anerkannte Projekte
Bundesförderprogramm
Biologische Vielfalt des BMU
75 (-90) % nur für vom BfN anerkannte Projekte
E+E bis zu 66 2/3 (-90) %
nur für vom BfN anerkannte Projekte; im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung (für juristische Personen des Privatrechts) ist theoretisch in Kombination mit staatlichen Programmen eine 90 %-ige Förderung denkbar
LIFE 60 % Umsetzung der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie nur für von der EU anerkannte Projekte (Anteil 60 %) in Kombination mit Mitteln des NF (Anteil in aktuellen Projekten 20-30 %);
75 % Projekte, die auf Förderung prioritärer Arten und Lebensraumtypen abzielen
INTERREG V
  EU-Anteil
Tschechien bis zu 85 %
Österreich bis zu 75 %
KULAP  80 % für  Vorbereitung und Durchführung Anlage von Struktur- und Landschaftselementen (Fläche max. 0,2 ha)
100 €/qm Wiederaufbau und Sanierung von Steinmauern
Streuobst
Erhalt/Entwicklung VNP 8 €/Baum (max. 100 Bäume/ha) als Einzelmaßnahme

8 €/ Baum (max. 100 Stck./ha)
zzgl. Prämien für Schnittzeitpunkt und Zusatzleistungen

Wiesen; kombinierbar als Einzelmaßnahme (H27: 350€) ohne chem. Pflanzenschutzmittel und Düngung oder in Verbindung mit Schnittzeitpunkten bei artenreichen Extensivwiesen oder Magerrasen/Heiden (weitere Zusatzleistungen möglich)
in Kombination mit Beweidung derzeit nicht belegt
Weiden
420 € + 8 €/Baum (max. 100 Stck./ha) nur in Verbindung mit extensiver Ackernutzung für Feldbrüter und Ackerwildkräuter
   
Pflege und Neuanlage LNPR 70 % Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich
100% bei staatlichen Maßnahmen ohne Träger in Ausnahmefällen (NSGs, RL 1-Arten)
NF    nur einsetzbar, wenn staatliche Förderprogramme nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
Mittel der Jagdabgabe 90 %
(20 € / Hochstamm)
Nur Gehölzpflanzung; in Zusammenarbeit mit dem Inhaber des Jagdreviers und Zustimmung der Kreisgruppe; s. Antrag
FinR-LE bis zu 100 % für Pflanzmaterial im Rahmen der Aktion "Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung"
bis zu 80 % im Rahmen der Landespflege (in Ausnahmefällen bis 100%)
DorfR bis zu 60 - 65 % im Rahmen der Ökologie
INTERREG V
  EU-Anteil
Tschechien bis zu 85 %
Österreich bis zu 75 %
Grünland
Umwandlung von Acker in Grünland KULAP 370 € entlang von Gewässern und sonstigen sensiblen Gebieten, max. 5 ha pro Antragsteller
Grünlandpflege unter Verzicht auf jegliche Düngung und den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel VNP 350 € als Einzelmaßnahme in Sonderlebensräumen (z. B. im Einzugsbereich von Bach- und Flussperlmuschelbeständen), Details
KULAP 350 € extensive Grünlandnutzung entlang von Gewässern und sonstigen sensiblen Gebieten, Details
Grünlandpflege VNP
KULAP
85 - 1.390 €
120 - 170 € (beriebsbezogen)
mit Abfuhr und Verwertung des Mähgutes; Variation je nach Mahdzeitpunkt, Einschränkungen von Düngung und Pflanzenschutzmitteln (nicht beim Lebensraumtypen C = Magerrasen und Heiden und E = Streuwiesen möglich) sowie erhöhtem Arbeits- und Maschinenaufwand, vgl. Details s. Tab. 5 und Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm VNP  und KULAP-A
KULAP 273 € (350 € für Neueinsteiger in den ersten beiden Verpflichtungsjahren)
Bewirtschaftung des gesamten Betriebes nach den Kriterien des ökologischen Landbaus
450 - 650 € (je nach Hangneigungsstufe) Mahd von Steilhangwiesen: Gefördet wird die jährliche Mähnutzung während der Vegetationsperiode. Eine Beweidung des letzten Aufwuchses in Form einer Nachweide ist zulässig, soweit keine Erosionsgefahr besteht.
Pflege von Feuchtflächen nach §30 BNatschG  
VNP  

 

 

 

 

 

Ausnahmeregelung von der jährlichen Mahdverpflichtung bei ungünstigen Witterungsbedingungen, aber Mahd und Abfuhr des Mähgutes in mindestens drei der fünf Verpflichtungsjahre bis 14. März des Folgejahres;
1. Mahd frühestens ab 15. 6.
Mindestgröße 0,05 ha beachten
Variation je nach Mahdzeitpunkt, Einschränkungen von Düngung und Pflanzenschutzmitteln (nicht beim Lebensraumtyp E = Streuwiese möglich) sowie erhöhtem Arbeits- und Maschinenaufwand vgl. Merkblatt

155 - 1.325 € Feucht- und Nasswiesen
155 - 1.025 €
Streuwiesen
LNPR  70 % Erstpflege, sonst nur noch zur Durchführung spezieller Artenschutzmaßnahmen möglich, die nicht über VNP abgedeckt werden
Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich
Brachlegung in
Biberlebensräumen
VNP 245 / 445/ 895 €
Brachlegung mit jährlichem  Bewirtschaftungsgang;
Bewirtschaftungsruhe 15.03 bis 1.08.; Förderhöhe orientiert sich an der EMZ;
EMZ < 3.500
EMZ > 3.501
Merkblatt
Acker
extensive Nutzung VNP



Ausschluss bestimmter Feldfrüchte, Bewirtschaftungsruhe und reduzierte Getreideanbaudichte; abhängig von Düngung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und erhöhtem Arbeits- und Maschinenaufwand; Details s. Tab. 6 und Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm VNP und KULAP-A
225 - 790 € EMZ < 3.500
525 - 1.090 € EMZ > 3.501
KULAP 420 € Extensive Ackernutzung für Feldbrüter und Ackerwildkräuter
273 € (350 € für Neueinsteiger in den ersten beiden Verpflichtungsjahren) Bewirtschaftung des gesamten Betriebes nach den Kriterien des ökologischen Landbaus
600 € Anlage von jährlich wechselnden Blühflächen (Die Förderfläche ist jährlich neu mit Saatgut gemäß der "Qualitätsblühmischungen Bayern" einzusäen)
Brachlegung mit Selbstbegrünung VNP
Brachlegung mit Selbstbegrünung; Bewirtschaftungsruhe 15.03 bis 31.08.; Förderhöhe orientiert sich an der EMZ und in Abhängigkeit eines erhöhten Arbeits- und Maschinenaufwands (nicht in Biberlebensräumen);
Nutzung im Vorjahr des ersten Vertragsjahres als Acker (s. VNP)
245–450/445-650/
895-1.200 €
für Feldbrüter und Ackerwildkräuter
EMZ < 2.500/2.501-3.500/> 3.501
245/445/895 € in Biberlebensräumen
EMZ < 2.500/2.501-3.500/> 3.501
 Anlage von Gewässer- und Erosionsstreifen  KULAP 920 €
 Entlang Gewässer und in Geländemulden
Weiden      
extensive Beweidung VNP 270 - 505 € Beweidung durch Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde nach Beweidungskonzept auf naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen
Förderhöhe in Abhängigkeit eines erhöhten Arbeitsaufwands, Beweidung vom 01.03. – 31.10.; keine Zufütterung (Ausnahmegenehmigung in Notzeiten möglich) 
120 € Beweidung durch Rinder im alpinen Bereich (Almen/
Alpen), s. VNP
Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen auf anerkannten Almen, Alpen und Heimweiden
BBP-A 900 € je ha Lichtweide, max. 3.000 € je Betrieb innerhalb 3 Kalenderjahren

z. B. Freihaltung von Weideflächen von Holzaufwuchs und Verunkrautung sowie die Beseitigung von Schäden bei Lawinenabgängen/Vermurungen

(vgl. Richtlinie)

Einrichtungen zur ordnungsgemäßen Weidewirtschaft auf Almen und Alpen BBP-B 50-90 % der Kosten und bis zu 15.300 € bzw. 66.500 €
z. B. für Viehschutzhütten, Weidezäune, Wasserversorgung (vgl.Richtlinie).

Nur bei denkmalgeschützten Alm-/Alpgebäuden kann eine Förderung mit Mitteln aus anderen staatlichen Förderprogrammen und mit kommunalen Zuwendungen kombiniert werden. Dabei darf die Summe aller Zuwendungen, die sich auf den Denkmalschutz beziehen, 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht überschreiten.

  KULAP

30 € für erschlossene Almen/Alpen,50 € für nicht erschlossene Almen/Alpen plus 30 € Zuschlag für die ersten 30 ha

für ständige Behirtung von Almen, nur förderfähige Alm- und und Alpfläche
Weinberge
Weinbau in Steil- und Terassenlagen  KULAP 1.300 - 3.500 € je nach Erschwernisstufe keine paralelle Förderung aus dem Bayerischen Programm zur Stärkung des Weibaus möglich
Stillgewässer
extensive Bewirtschaftung ökologisch wertvoller Teich VNP 470 - 625 € keine Mahd von Röhricht zwischen 01.03. und 30.09.; Abfischen mind. in jedem 2. Jahr; Förderhöhe orientiert sich an der Größe der Röhrichtzone; Kombination mit speziellen Maßnahmen für Amphibien- und Libellen (Verzicht auf Raubfischbesatz, Bespannung spätestens ab 01.03.-15.09.)
möglich (vgl. Tab. 7 und Merkblatt)
Nutzungsverzicht in Teichen VNP 580 € Abfischen des Teichs vor Maßnahmenbeginn; keine Mahd von Röhricht zwischen 01.03. und 30.09.; Ablassen des Teichs mit umgehender Wiederbespannung nur einmal während des Verpflichtungszeitraums (vgl. Tab. 7 und Merkblatt)
Anlage von Stillgewässern LNPR 70 % Förderhöchstsatz,
bei Maßnahmen mit besonders hoher naturschutzfachlicher Bedeutung höhere Förderungen möglich
NF   nur einsetzbar, wenn staatliche Förderprogramme
nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige
nicht öffentliche, juristische Personen
70 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen von besonders bedrohten Arten und bei Großprojekten
+ 10 % (85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige
nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
Dorf R max. 65 % für die Anlage von naturnahen Dorfweihern
Naturschutzvorhaben mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (inkl. Gewässerrandstreifenprogramm)
BMU
bis zu 90 % (Bundesanteil
65 – 75 %,
Landesanteil
15 – 25 %)
nur für vom BfN anerkannte Projekte in Kombination
mit Mitteln des NF oder der Wasserwirtschaftsverwaltung
Bundesförderprogramm
Biologische Vielfalt des BMU
75 (-90) % nur für vom BfN anerkannte Projekte
E+E bis zu 66 2/3
(– 90) %
nur für vom BfN anerkannte Projekte; im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung (für juristische Personen des Privatrechts) ist theoretisch in Kombination mit staatlichen Programmen eine 90 %-ige Förderung denkbar
INTERREG V
  EU-Anteil
Tschechien bis zu 85%
Österreich bis zu 75%
Umweltschutzmaßnahmen an
Teichen (investive Maßnahmen)
Europäischer Fischereifonds (EMFF)

Bei Vorhaben von Neueinsteigern in den Aquakultursektor ist mit dem Antrag ein  Geschäftsplan und bei zuwendungsfähigen Investitionskosten über 50.000 Euro zusätzlich eine Durchführbarkeitsstudie inklusive einer Umweltprüfung (nur bei Neubauten) vorzulegen.

Die Förderung wird für Maßnahmen nach den Nrn. 2.1, 2.2 und 2.4 begrenzt auf einen  Zuwendungsbetrag von  maximal 250 000 Euro je Zuwendungsempfänger.

Unternehmen, die nicht unter die Definition für kleine und mittlere Unternehmen gemäß der Empfehlung der Kommission 003/361/EG fallen, werden i.d.R nur mit 30 % gefördert.

bis zu 80 %  (2.1) Technische Einrichtungen zur Abwehr von fischfressenden Wildtieren, Standsicherheit der Dämme, Modernisierung der Teichanlagen
bis 75 %

(2.4) Umstellung der fischereilichen Bewirtschaftung von konventionell auf ökologisch (im Sinn der Verordnungen EG Nr. 834/2007 sowie EG Nr. 710/2009); Beteiligung mindestens 5 Jahre

bis zu 80 % (2.4) Investitionen im Bereich Verarbeitung und Vermarktung (z. B. Direktvermarktung)
Wälder
Waldumbau/Wiederaufforstung WaldFÖP   Waldumbau/Wiederaufforstung
planmäßig/nach Schaden (im Schutz- und Erholungswald)
1.900/2.100 €
(2.850/3.050 €)
Kostengruppe 1: >2000 Pfl./ha (sonst. Laubholz, Nadelholz inkl. Tanne, Eibe)
3.200/3.400 €
(4.800/5.000 €)
Kostengruppe 2: >3300 Pfl./ha (Edellaubholz, Tanne, Eibe, Waldrand)
5.000/5.200 €
(7.500/7.700 €)
Kostengruppe 3: >6500 Pfl./ha (sonst. Laubholz, Tanne, Eibe)
750-3.000 €
(3.050-7.700 €)
Vorbau/Umbau entspr. Baumartengruppen
800 € (1.200 €) Unterbau/Unterpflanzung, Nebenbestand mit Schatt-laubholz 1.000 Stck./ha
450€ (650€) Nachbesserung
2.000 € (3.000 €) Waldumbau/Saat
1.000 € (1.500 €) Nachbesserung
500 € Räumen bei Waldumbau (Bestand unter 15 Jahre)
1.000 € (1.500 €) Waldumbau durch Naturverjüngung (im Schutz- und Erholungswald)
Erstaufforstung WaldFÖP   Erstaufforstung, Pflanzung von Misch- oder Laubwäldern
750 € Kostengruppe 1: >2000 Pfl./ha (Laubholz, Tanne, Eibe, Nadelholz)
1.700 € Kostengruppe 2: >3300 Pfl./ha (Laubholz, Tanne, Eibe; Waldrand; Kiefer, Lärche)
3.000 € Kostengruppe 3: >6500 Pfl./ha (Laubholz, Tanne, Eibe, Kiefer, Lärche)
750 - 3.000 € Nachbesserung Erstaufforstung entspr. Kostengruppen
200 - 400 €/Jahr Pflege (5-jährig) entspr. Baumartengruppen
  Erstaufforstung, Saat
1.000 € (Eiche, Buche, Tanne, Edellaubholz)
1.000 € Nachbesserung Erstaufforstung 
200 €/Jahr Pflege
  10 Jahre Einkommensausgleich für ehemalige landwirtschaftliche Nutzflächen bei Erstaufforstung
  für Landwirte
350 €/Jahr auf Acker bis EMZ 35
8 €/Jahr je weiterem EMZ-Punkt
350 €/Jahr auf Grünland
150 €/Jahr für Nichtlandwirte
Erhalt von naturschutzfachlich bedeutsamen Wäldern VNP Wald   Erhalt von Stockausschlagswäldern
70 € Erhalt von Mittelwäldern, Umtriebszeit (U < 30 Jahre)
50 € Erhalt von Mittelwäldern (U > 30 Jahre)
40 € Erhalt von Niederwäldern (Umtriebszeit < 25 Jahre)
  Pflege von Stockausschlagswäldern
600 € Stockhieb
400 € Pflegehieb (Jugendpflege)
 250 € Schaffung lichter Waldstrukturen mit vollständigem Nutzungsverzicht
Besondere (Artenschutz-) Maßnahmen WaldFÖP 80 % der förderfähigen
Kosten
besondere Maßnahmen zur Stabilisierung von Waldökosystemen (Erhöhung der Artenvielfalt, Erhaltung natürlicher und Anlage geeigneter künstlicher Kleinlebensräume im Wald)
VNP Wald 80 € Erhalt von Alt- und Biotopbäumen (mindestens 6 Stck. /ha)
  Belassen von Totholz
40 € > 7 Bäume/Baumteile/ha
70 € > 20 Bäume/Baumteile/ha
150 € Erhalt von Biberlebensräumen durch Ausgleich der entgangenen forstlichen Nutzung von Waldflächen, die an ein vom Biber genutztes Gewässer angrenzen bzw. auf der Biber erkennbare Auswirkungen auf die Waldfläche verursachen
 110 € Vollständiger Nutzungsverzicht
NF   nur einsetzbar, wenn staatliche Förderprogramme
nicht greifen:
50 % Regelfördersatz
60 % Regelfördersatz für Verbände, Vereine und sonstige
nicht öffentliche, juristische Personen
75 % nur in vom NF anerkannten Projekten bei Vorkommen
von besonders bedrohten Arten und bei
Großprojekten
+ 10 % (85 %) Fördersatz für Verbände, Vereine und sonstige
nicht öffentliche Personen
90 % Maximalfördersatz
Naturschutzvorhaben mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (inkl. Gewässerrandstreifenprogramm)
BMU
bis zu 90 % (Bundesanteil 65%,
Landesanteil 12 %)
Nur für vom BfN anerkannte Projekte in Kombination mit Mitteln des NF oder der Wasserwirtschaftsverwaltung
Bundesförderprogramm
Biologische Vielfalt des BMU
75 (-90) % nur für vom BfN anerkannte Projekte
s. Richtlinie
E+E bis zu 66 2/3
(– 90) %
Nur für vom BfN anerkannte Projekte; im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung (für juristische Personen des Privatrechts) ist theoretisch in Kombination mit staatlichen Programmen eine 90 %-ige Förderung denkbar
Umweltbildung
Ausstattung Förderung Umweltstationen bis zu 70 % Nur für anerkannte Umweltstationen
Projektbezogene Betriebsausgaben Förderung Umweltstationen bis zu 70 % Nur für anerkannte Umweltstationen
Umweltbildung Allg. Umweltfonds
(Intensivierung der Umweltbildung)
bis zu 70 % Projektbezogene Personal-, Sach-, Betriebs- und Investitionsausgaben
Umweltbildung LNPR 50 (- 70 %)

in Naturparken (Träger der Naturparke)
50% Förderhöchstsatz,
bis zu 70% können bei begründeten Ausnahmefällen gewährt werden (s. Details)

Naturschutzbildung allg. NF bis zu 85 % nur im Rahmen von Großprojekten des Naturschutzfonds. Subsidiaritätsprinzip erfordert klare Abgrenzung zu Fördertat-beständen der Umweltbildung des StMUV
Besucherlenkende Maßnahmen
Besucherlenkende Maßnahmen >LNPR 50 (- 70) %

in Naturparken (Träger der Naturparke)
50% Förderhöchstsatz,
bis zu 70% können bei begründeten Ausnahmefällen gewährt werden (s. Details)

 
 
Ansprechpartner der Projektgruppe BayernNetzNatur:
PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH ( Email Dr. Jens Sachteleben, Email Christine Simlacher, Email Nicole Bernhardt, Email Stefan Alsheimer), Email Jan Vancura),
StMUV Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ( Email  Dr. Rolf Helfrich)
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