Von der Idee zum Projekt -
Ein Leitfaden zur Umsetzung von Projekten
im BayernNetzNatur
(letzte Änderung des Seiteninhalts:  August 2018)
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Leitfaden zur Umsetzung von Projekten im BayernNetzNatur (letzte Änderung: Juli 2009)

6. Öffentlichkeitsarbeit

Grundsätzlich erfordert die Öffentlichkeitsarbeit ein systematisches Vorgehen auf Basis profunder Erfahrungen. Von daher ist es sinnvoll, professionelles Know-how in die Projektarbeit einzubinden. Der folgende Text kann nur auf die wichtigsten Elemente der Öffentlichkeitsarbeit eingehen. Für einen tieferen Einstieg in die Materie wird auf entsprechende Literatur verwiesen, z. B.:



  • ESER, U. (2016): Naturschutz, Kommunikation und Ethik: Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis – Eine Einführung in die ethischen Grundlagen der Naturschutzkommunikation mit Impulsen für die Praxis. BfN-Skripten 443, 2016. Bonn: Bundesamt für Naturschutz, 154 Seiten. Online abrufbar (gesehen am 16.03.2018).

  • PUTTENTAT, D. (2012):Praxishandbuch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Der kleine PR-Coach. Wiesbaden: Springer Gabler, 143 Seiten. ISBN 978-3-8349-6577-6

  • SCHMIDBAUER, K. & KNÖDLER-BUNTE, E. (2004): Das Kommunikationskonzept – Konzepte entwickeln und präsentieren. – Potsdam: Univ. Press UMC, 299 Seiten. ISBN 978-3-937894-00-3


Entscheidend für das Gelingen eines Projekts ist die Akzeptanz der Maßnahmen bei den Menschen vor Ort und die Bildung eines Vertrauensverhältnisses zwischen allen Beteiligten. Hiermit verbunden ist eine grundsätzliche Akzeptanz gegensätzlicher Wertvorstellungen als Grundvoraussetzung für einen konstruktiven Dialog, wie er in größeren Projekten notwendig ist. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit seitens der Naturschutzakteure ist ein wichtiger Baustein, um die Menschen vor Ort über Ziele und geplante Aktivitäten innerhalb eines Naturschutzvorhabens zu informieren und Interesse hieran zu wecken. Im besten Fall gelingt auch eine aktive Einbindung der Bevölkerung in die Naturschutzaktivitäten. Der Übergang zur Umweltbildung ist dabei oft fließend.


Mit Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz werden folgende Ziele verfolgt:



  • Rechtzeitige und umfassende Information über die geplanten Aktivitäten. Hierbei können die positiven Aspekte aus Sicht des Naturschutzes betont werden. Um glaubwürdig zu bleiben, sollten Naturschutzakteure jedoch auf keinen Fall mögliche negative Folgen aktiv verschweigen.

  • Abbau von Vorurteilen und Wiederständen gegen die im Rahmen eines Projekts notwendigen Maßnahmen.

  • Erhaltung und Förderung der Motivation der bisher Beteiligten und möglicher Interessenten.

  • Darstellung der erreichten Erfolge.


Bei allen Überlegungen sollte man sich immer an den folgenden Kernfragen orientieren:



  • Wer soll erreicht werden? (Zielgruppen)

  • Was soll vermittelt werden? (Inhalt)

  • Welches sind die Mittel und Wege dazu? (Instrumente)


Ist es aus zeitlichen und finanziellen Gründen möglich, die öffentliche Resonanz fortlaufend zu prüfen und sich mit ihr kritisch auseinanderzusetzen, kann auf Entwicklungen angemessen reagiert werden. Es können neue, angepasste Strategien entwickelt werden, um das Image zu verbessern oder zu erhalten.

 
 
Ansprechpartner der Projektgruppe NaturVielfaltBayern:
PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH ( Email Dr. Jens Sachteleben, Email Christine Simlacher, Email Nicole Bernhardt, Email Jan Vancura),
StMUV Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ( Email  Dr. Peter Boye)
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